Gebäude

Drohende Verjährung

12. Mai 2011

Schadensersatzansprüche drohen zum 31. Dezember 2011 insbesondere bei Anlagen in geschlossenen Fonds und Schrottimmobilien zu verjähren.

Gesetzesänderung

Seit dem 1. Januar 2002 verjähren Schadensersatzansprüche von Geschädigten unabhängig von deren Kenntnis 10 Jahre nach dem Ende des Jahres, in dem der Anspruch entstanden ist. Am 31. Dezember 2011 endet daher die Verjährung aller Schadensersatzansprüche, die vor dem Stichtag 1. Januar 2002 entstanden sind.

Investitionen vor 2002

Von dieser Regelung können z.B. Kapitalanleger betroffen sein, die bis zum 31. Dezember 2001 in geschlossene Fonds oder in so genannten Schrottimmobilien investiert haben. Anknüpfungspunkt für Schadensersatzansprüche können beispielsweise das Verschweigen von Interessenkonflikten oder eine mangelhafte Risikoaufklärung sein. Erfolg versprechend sind Schadensersatz-ansprüche insbesondere dann, wenn das die Kapitalanlage vermittelnde Kredit-institut dem Kapitalanleger verschwiegen hat, für die Vermittlung derselben Kick-Backs zu erhalten oder an den Innenprovisionen beteiligt zu werden.

Vorgehensweise

Im Hinblick auf den teilweise erhebliche Prüfungsaufwand einerseits und den typischen Arbeitsstau zum Jahresende andererseits sollten sich betroffene Kapitalanleger möglichst frühzeitig um eine Klärung möglicher Ansprüche bemühen, um ein Verjährungsrisiko zum Jahresende 2011 sicher auszuschließen.

Ansprechpartner: Rechtsanwälte Wolf von Buttlar und Stefan Allmendinger

 

Lesen Sie weiter